Fangbegrenzung und Besatz

Fangbegrenzung
Lange Zeit war ich der Meinung, dass jeder Angler selbst ein Gefühl entwickelt, was maßvoll und anständig ist. Bei Vielen ist das auch so, bei Vielen jedoch aber auch nicht. Eine Fangbegrenzung richtet sich an jene Angler, die nicht aus eigener Kraft erkennen können was angemessen und sinnvoll ist. Eine Fangbegrenzung soll verhindern, dass gierige Menschen den Angelsport missbrauchen um Angelgewässer gezielt zu plündern und die Forellen dann massenhaft verschachern um sich so zu bereichern.
Angeln ist ein wunderschönes Hobby. Ein Hobby bei dem man sogar manchmal mit schmackhaften, gesunden Fischen belohnt wird, die man allein, mit seiner Familie oder guten Freunden zubereiten und ohne Bedenken genießen kann. Rein ökonomisch rechnet sich ein Hobby nie. Frag mal einen Modelleisenbahner!!
Der Gewinn eines Hobbys liegt ganz woanders.

Forellenentnahmebegrenzung:

  • 24 Std-Karte              –  Gesamt max. 30 Stück. Davon max. 3 Großforellen über 2 Kilo Stückgewicht
  • Tageskarte                –  Gesamt max. 15 Stück.  Davon max. 2 Großforellen über 2 Kilo Stückgewicht
  • Nachtkarte                –  Gesamt max. 15 Stück.  Davon max. 2 Großforellen über 2 Kilo Stückgewicht
  • Nachmittagskarte     –  Gesamt max. 6 Stück.    Davon max. 1 Großforelle über 2 Kilo Stückgewicht

Es geht natürlich überhaupt nicht darum, dass wir unseren Angelgästen die Fische nicht gönnen. Ganz im Gegenteil wir setzen die Fische ja für viel Geld nur zu einem einzigen Zweck in den See. Nämlich damit ihr sie wieder heraus fangen könnt. Wir zeigen euch die Erfolg versprechensten Montagen und führen die Angelmethoden sogar vor, damit ihr erfolgreich seid. Trotzdem gibt es immer auch Tage an denen es mal schlechter oder auch mal gar nicht beißt. Das ist nun mal so. Wer mit einer gewissen Regelmäßigkeit bei uns angelt und (gern auch mit unserer Hilfe) ein wenig anglerisches Verständnis und Geschick entwickelt, wird auch immer mal wieder mit guten Fängen belohnt.

Der Fischbestand
Der Fischbestand im See erstreckt sich von Aal bis Zander über fast die gesamte Palette der einheimischen Fischarten. Bei allen Fischarten gibt es aufgrund der hohen Biomasse im See immer wieder besonders starke Exemplare. Schleien über 60 cm (Seerekord 72cm), Giebel über 60 cm, Barsche über 50 cm kommen immer wieder vor und sind keine Seltenheit bei uns. Der Spiegelkarpfenrekord liegt bei 26 Kilo. Graser bei 23 Kilo.
Regenbogenforellen und Laxxforellen von 500 Gramm bis 12 Kilo, Goldforellen und Seeforellen von 3 bis 6 Kilo, See- und Bachsaiblinge von 2 bis 10 Kilo gehören nun genauso zu den Bestandsfischen wie zwei Sorten Störe. Waxdick Gueldenstätti und Acipenser baeri bis 1,80m bevölkern den See. In den ersten 5 Jahren wurden pro Jahr zwischen 1,5 und 2,5 Tonnen Störe eingesetzt. Im siebten Jahr des Bestehens des Angelparks haben wir eine kleine Sensation entdeckt. So kam es im Frühjahr zu Sichtungen und etwas später zu Fängen kleiner Waxdick Gueldenstätti Störe zwischen 25 und 45 cm. Die kleinsten Störe, die le in den See gesetzt wurden hatten beim Besatz 70 cm und waren Acipenser baeri Störe. So dass die wahrscheinlichste Erklärung ist, dass diese Störart sich bei uns fortpflanzt.

Forellenbesatz
Wir legen großen Wert auf die Qualität unserer Forellen. Deshalb kaufen wir fast ausschließlich bei Züchtern aus der Region. Dort werden die Fische in Erdteichen aufgezogen und mit frischem Quellwasser versorgt. Durch die kurzen Transportwege sind die Belastungen für die Tiere auf ein Minimum begrenzt. Wir quälen unsere Forellen nicht mit langen Hälterungszeiten in engen, unnatürlichen Netzgehegen oder Betonbecken. Hier kommt es oft zu Schäden an Schleimhaut und Flossen, Parasitenbefall oder Kannibalismus.
Die Forellen werden jeweils ohne eine Zwischenhälterung, pro Besatz ca. 1000 Stück, direkt in den See gesetzt. Je nach Besucherstrom werden so pro Jahr zwischen 8 und 12 Tonnen ( 15.000 bis 20.000 Forellen) eingesetzt.
Unsere Besatzmethoden tragen ganz besonders allen tierschutzrechtlichen Belangen Rechnung und bringen die Tiere möglichst stressfrei in das Angelgewässer.
 Unnötige Tierquälereien um dem Angelgast gestresste und orientierungslose Fische direkt am Angelplatz vor die Füße zu kippen, sind zum einen tierschutzrechtlich verboten und passen in keiner Weise zu unserer Philosophie des Angels. Der Fisch wählt seinen Standort selbst frei nach Jahres- und Tageszeit, Wetter, Windrichtung, Wassertemperatur, Luftdruck und natürlichem Nahrungsangebot.
Wir verstehen uns als ein hochkarätiges Angelgewässer mit erstklassigem Salmonidenbesatz und nicht als künstlich angelegte Forellenplantage.
Herzlich willkommen im Angelpark Magdeburg

Geländekarte